Montag, 21.10.2019

Combined Test

 

Die allermeisten Kinder komme gesund zur Welt.
Allerdings besteht bei Frauen jeden Alters ein kleines Risiko, ein körperlich oder geistig behindertes Kind zur Welt zu bringen.In manchen Fällen ist die Behinderung auf einen Chromosomenfehler wie das Down-Syndrom zurückzuführen.

Bei der Nackentransparenzmessung wird per Ultraschall eine Flüssigkeit unter der Nackenhaut des ungeborenen Kindes gemessen - und zwar zwischen der 12.und 14. Schwangerschaftswoche. Die Nackenfalte bei Babys mit Risomie 21 (Down Syndrom) kann größer sein als gewöhnlich - muss aber nicht. Eine normale Nackenfalte belegt also nicht zwangsweise, dass kein Down Syndrom vorliegt.

Der Combined Test kann aber Hinweise gebe, ob Ihr Kind möglicherweise an einer genetischen Erkrankung wie Trisomie 21 oder Trisomie 18 leidet. Dieser Test ist ein Screening-Test. Ein Screening-Test kann - anders als ein diagnostischer Test- nur schätzen, wie hoch das Risiko für Trisomie 21 ist. Diagnostische Tests sind zum Beispiel die Chorionzottenbiopsie oder die Fruchtwasseruntersuchung, die eine definitive Diagnose liefern. Leider bergen diese Methoden aber auch das geringe Risiko einer Fehlgeburt.

Zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit , dass Ihr Kind ean einer chromosomalen Erkrankung leidet, wird folgendes berücksichtigt:

  • das Alter der Schwangeren (das Risiko steigt mit dem Alter der Mutter)
  • das Ausmaß der Flüssigkeitsansammlung im Nacken des Feten (Nackentransparenz)
  • das etwaige Vorhandensein von fetalen Fehlbildungen
  • die Herzfrequenz des Kindes
  • die Konzentration von zwei Plazentaprodukten im Blut (freies ß-hCG und PAPP-A)

Man weiß also auch nach dem Combined Test nicht hundertprozentig, ob Ihr Baby an Trisomie 21 leiden wird oder nicht. Aber diese Methode kann Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Sie später noch einen zusätzlichen diagnostischen Test machen wollen.

Unabhängig vom Ergebnis der Untersuchung empfehle ich eine Ultraschalluntersuchung des Kindes in der 20. Schwangerschaftswoche.